Bar Gabányi goes Auferstehungskirche

Hochkarätige Konzertreihe in der Auferstehungskirche

Kurz vor unserer Kultursommerpause August & September, holen wir in der Reihe LIVE IN DER BAR GABANYI die im Winter ausgefallenen Konzerte jetzt nach!

Dafür haben wir nochmals Asyl bekommen in der
Auferstehungskirche
im Westend, Gollierstr.55!

Wir freuen uns riesig, die Konzertereihe
Bar Gabanyi goes Auferstehungskirche
nun fortsetzen zu können.

Ab Oktober planen wir wieder Konzerte in der Bar Gabanyi mit etwas verändertem Turnus, wir halten Euch hier auf dem Laufenden!

Bitte reserviert nun mutig!
Wir haben wieder so grossartige Musiker im Programm und –
*Die Künstler brauchen wieder ihr Publikum*

Wir haben ein sehr gut durchdachtes Hygienekonzept, viel Raum in der schönen Auferstehungskirche und auch wieder unsere Weinbar für Euch aufgebaut.

Reservierungen bitte ausschließlich unter folgender Mail Adesse:
kultur.auferstehung-muenchen@elkb.de

Zusammen angemeldete Personen können auch zusammen gesetzt werden.

Bitte mit vollständigem Namen und Telefon-Nr., dann seid Ihr auch schon registriert.

Einlass ab 19.30 Uhr.

Wir freuen uns auf Euch!


Presse

Liebeslied im Gotteshaus von Karl Forster
Artikel in der Süddeutschen Zeitung, 6. Oktober 2020

BR Sendung STATIONEN: "Kirchenasyl" für Künstler
Artikel auf der BR STATIONEN Seite
Sendetermin (Link zur Mediathek): 28. Oktober 2020, 19:00


Archiv

Mittwoch 28.07.2021 um 20.30 Uhr

Jason Seizer und Walter Lang –
A Night of Ballads and Broadway Songs

Der Pianist Walter Lang und der Saxofonist Jason Seizer lernten sich bereits Ende der 80er jahre im legendären Jazzclub BLUE NOTE am Frankfurter Ring in München kennen. Seitdem verbindet die beiden eine tiefe persönliche und musikalische Freundschaft. Lang zog damals von Amsterdam nach München und wurde schnell zu einem unverzichtbaren Teil der Münchener Jazzszene. Im Laufe der letzten 3 Jahrzehntel schärft er sein künstlerisches Profil im akustischen WALTER LANG TRIO, mit dem er jährlich im Japan tourt. Und natürlich die Musik von TRIO ELF, in der er Elemente von Jazz mit Drum and Bass Einflüssen kombiniert. Internationale Tournee mit dem World Percussion Ensemble und Wolfgang Lackreschmid’s Daktarimba und seine Tätigkeit als Dozent runden sein schillerndes Musikerdasein ab.

Jason Seizer ist eine der eigenwilligsten Persönlichkeiten des deutschen Jazz. Sein Spiel ist kompromisslos, aufrichtig, klar und steht immer im Dienst des musikalischen Moments. Die Reife seiner musikalischen Persönlichkeit ist auch geprägt von Ausflügen jenseits des reinen Musikerdaseins. Anfang 2000 wirkte er für zwei Jahre als künstlerischer Leiter des Jazzclubs UNTERFAHRT in München. 2003 gründete er das Label Pirouet Records und führte es zu einem der anerkanntesten Independent Labels mit internationaler Ausrichtung. Seizer veranstaltete zuletzt im Januar 2020 das Jazzfestival MUCTONES in München, das vom Publikum begeistert aufgenommen wurde.
In unterschiedlichen Projekten über die Jahre als Sideman in Erscheinung tretend, sind es die eigenen Projekte, die die Persönlichkeit des Tenoristen am besten zum Ausdruck bringen. Ende 2020 veröffentlichte er VERTIGO, Nachfolger des vielgepriesenen Albums CINEMA PARADISO, auf dem er in klassischer Quartettbesetzung Soundtracks in Kopfkino für den Zuhörer verwandelte.

Die beiden Musiker sind bei jeweils eigenen Projekten über die Jahre musikalisch verbunden geblieben durch regelmäßige Auftritten in der kleinsten Formation des musikalischen Dialogs, dem Duo.
Wenn man sie hier spielen hört, wie tief die Freundschaft der beiden Musikerpersönlichkeiten ist, geprägt vom gegenseitigen sich zu Hören und tiefem Respekt vor der Musikalität des anderen. – Musik zum Zuhöhren.

Für dieses Konzert wird ein Flügel in der Kirche gestellt werden.

Jason Seizer – Tenor Saxophone
Walter Lang – Piano 

Eintritt 20,– € , ermässigt 12,– €


Mittwoch 21.07.2021 um 20.30 Uhr

Martin Kälberer
INSIGHTOUT – Neue Klänge aus der Stille

Special Guest: Fany Kammerlander – Cello

Ein tiefer Blick nach innen. Als Möglichkeit der Reduktion, der Konzentration auf das Wesentliche in dieser seltsamen Zeit der Stille. Martin Kälberer hat ihn gewagt, um von dort aus wieder nach draußen zu schauen und sich ganz neu seiner Sicht auf die Dinge und die Welt bewusst zu werden. Dies formuliert er auf ganz persönliche Weise auf seinem neuen Doppelalbum INSIGHTOUT, mit dem er ab Juni 2021 auch wieder live zu hören sein wird.

Die Stille ist kein neues Thema für Martin Kälberer. Bereits auf seinen bisherigen acht veröffentlichten Alben war sie stets präsent, waren die Töne, die nicht gespielt wurden, immer genauso wichtig wie die gespielten. Die Suche nach dem Raum zwischen den Klängen war immer Teil der inneren Reise, auf die sich der Klangkünstler begab, um mit einer Fülle von Instrumenten sein Bild von der Welt zu malen.
Besonders auf seiner letzten Veröffentlichung BALTASOUND, als er im hohen Norden Europas, auf den schottischen Shetlandinseln, einen musikalischen Reisebericht durch eine Welt der scheinbaren Leere verfasste, war diese Stille, das Erspüren der Fülle im Nichts ein wichtiger Teil der Klangwelt, die er erschuf.
Dies war seine erste Zusammenarbeit mit der Cellistin Fany Kammerlander, deren klangmalerischer Umgang mit ihrem Instrument und deren emphatische musikalische Persönlichkeit sich aufs Feinste mit seiner musikalischen Welt verband und mit der zusammen er dieses Programm auch live präsentierte.
Sie wird ihn auch bei dem Nachhol-Konzert in der Münchner Auferstehungskirche wieder begleiten, als Teil des von ihr zusammen gestellten Ensembles „Munich Music Factory“ war sie auch an der Entstehung von INSIGHTOUT beteiligt, da dem ersten, rein solistischen Teil ein zweiter Teil mit Ensemble-Arrangements des Münchner Arrangeurs, Pianisten und Hochschulprofessors Christian Elsässer gegenübersteht.

„Ich habe versucht, nach der ersten totalen Irritation, die Chance zu nutzen, diese absolut einzigartige Situation, die ihr eigene Stille und so ungewöhnliche wie ungewohnte Abgeschiedenheit als das ‚aufzunehmen‘ (und zwar im doppelten Sinn), was es ist. Eine Neuordnung der Paradigmen, eine Neuerfahrung des Seins und des Schaffens.
Klingt ein wenig hochtrabend und abgehoben, ist es aber gar nicht. Es ist eher ein Versuch einer Beschreibung dieser Grenzerfahrung, und das wurde es dann auch in der Musik, die entstanden ist. Das hat sehr wohl eine philosophische Dimension, aber eben auch eine ganz praktische.
Es ist z.B. ein Klavierstück entstanden, man kann es eine Art Meditation über ein Thema nennen, von 16 Minuten Länge, in der Phase des totalen Lockdowns, in der nicht einmal der Klavierstimmer zu mir kommen durfte … und das hört man natürlich. Ich habe aber (obwohl es noch einige andere Versionen davon gibt) diese Version des Themas ausgewählt. Auch weil es ein Dokument dieses Moments, dieses Zustandes ist.
Ich habe versucht, tief in mich hinein zu horchen und das klingen zu lassen, was ich da (situationsbedingt verstärkt) gehört habe“, sagt Martin Kälberer.

So ist in diesen Wochen und Monaten ein ganzes Album in Kälberers Studio zu Hause gewachsen, in aller Ruhe, mit ungewohnter Muße, ohne zeitliche Vorgaben, mit allen Möglichkeiten der Reflexion, des Nachlauschens, des immer wieder Überprüfens, manchmal doch wieder zum Ausgangspunkt Zurückkehrens, ein Dokument dieser ungewöhnlichen Zeit. Eingespielt wurde es fast ausschließlich am Flügel, der, manchmal pur und unglaublich nahe, manchmal präpariert und verfremdet, manchmal mit Händen und Besen auf den Saiten bespielt, immer die jeweilige Stimmung wiedergibt.
Man hört schwebende Klanglandschaften, die teils auf kleinen Miniaturen basieren, die an Minimal Music und moderne Klassik erinnern, teils eher dem Ambient-Genre zugehörig scheinen. Lange meditative Passagen steigern sich ins Eruptive, schwellen an, ebben wieder ab, hin und wieder scheinen auch noch Spuren von Kälberers jazzigen Ursprüngen durch, diese dürfen aber wohl eher als liebevolle Reminiszenzen verstanden werden, denn die Musik des Multiinstrumentalisten, der sich hier nun wieder ganz speziell seinem Lieblingsinstrument, dem Flügel widmet, hat längst aufgehört, sich in bestimmte Genres eingrenzen zu lassen.
In seinem neuen Live-Programm wird er wieder vermehrt am Klavier oder Flügel zu hören sein, wobei natürlich einige der teils sehr ungewöhnlichen Instrumente seines Klanguniversums nicht fehlen dürfen, wie etwa das erst im Jahr 2000 erfundene Schweizer Metallinstrument „Hang“ und einige seiner inzwischen entstandenen Verwandten.

Martin Kälberers Konzerte sind eine Einladung zu einer (multi-)instrumentalen Reise in die inneren Bild- und Klangwelten des Musikers, bei der die Stille genauso ihren Platz hat wie pulsierende und rhythmische Elemente, „… eine Reise, die ewig dauern dürfte …“ (Süddeutsche Zeitung).

„Es gibt Konzerte, da traut man sich nicht, zu atmen: Man will den fast überirdisch schönen, puren Klang nicht stören, der von der Bühne kommt – wie bei den Auftritten von Martin Kälberer. Der Musiker betört sein Publikum mit einzigartigen Klanglandschaften und ist Sinnbild für die Freude, Musik zu machen.“
(Mittelbayrische Zeitung)

Martin Kälberer – Piano, Hang, Percussion, Voice, Harmonium
Fany Kammerlander – Cello

Eintritt 20,– € , ermässigt 12,– €


Mittwoch 07.07.2021 um 20.30 Uhr

Nicole Heartseeker & Mulo Francel 

Zwei Instrumente aus gegensätzlichen Lebenswelten. Die Orgel als feierliche Himmelsbotin im Zentrum der sakralen Tonkunst. Das Saxophon dagegen von einer fast unseriösen Laszivität und seit Hermann Hesses „Steppenwolf“ Symbol für eine diabolische Gegenwelt. Mulo Francel und Nicole Heartseeker räumen mit diesen Klischees gründlich auf. In Tangos, Arabesken, Balladen und Improvisationen umspielen und ergänzen sie sich. Das extravagante Duo kultiviert dabei die wesentliche Gemeinsamkeit seines Instrumentariums: Die überaus facettenreiche Klangerzeugung durch die schwingende Luftsäule. 5000 und ein Rohr fluten einen nächtlich kontemplativen Raum. Auf Saxophon und Orgel werden Melodien der gemeinsamen CD Angel Affair und aus Mulo Francels neuem Solo Album the Sax & the Sea energetisch schwingend dargeboten.

Nicole Heartseeker hat ihre musikalischen Wurzeln in der Welt von J. S. Bachs und Max Regers hoher Orgelkunst. Als Jungstudentin begann sie bei Prof. Weinberger in Detmold, absolvierte dort das Orgelstudium mit Auszeichnung und schloss die Meisterklasse bei Prof. Tachezi in Wien ab. Sie konzertiert vielfach mit namhaften Solisten der klassischen Musikwelt.
Als Konzertorganistin und Cembalistin in unterschiedlichen Besetzungen spielend interpretiert Nicole Heartseeker Altes und Neues erfrischend anders.

Mulo Francel kreativer Wirbelwind von Quadro Nuevo. Tourneen führten ihn nach Mexiko, USA, Australien, Singapur, Korea, Buenos Aires, ums Schwarze Meer und quer durch Europa. Er spielte in der New Yorker Carnegie Hall und in Jazz Clubs, als Straßenmusiker auf italienischen Plätzen ebenso wie auf dem Montreal Jazz Festival. Francels extravagantes Saxophonspiel ist auf zahlreichen CDs zu hören, wofür er mehrfach den German Jazz Award und den Europäischen Impala verliehen bekam. Mit seinem Ensemble Quadro Nuevo erhielt er zweimal den ECHO.

Nicole Heartseeker – orgel , piano
Mulo Francel – saxophone

Eintritt 20,– € , ermässigt 12,– €


Mittwoch 30.06.2021 um 20.30 Uhr

Henning Sieverts – Vibes & Strings

Der international renommierte Münchner Bassist, Cellist und Komponist Henning Sieverts hat ein Quartett zusammengestellt mit dem New Yorker Weltklasse-Vibraphonisten Tim Collins und mit dem australischen Meistergitarristen Peter O`Mara. Hinzu kommt das feinfühlige Schlagzeug von Matthias Gmelin.

„Henning Sieverts: Vibes & Strings“ lebt von der reizvollen Klangkombination aus gläsernem Vibraphon und warmer Gitarre. Dabei stehen groovige zupackende Stücke im Mittelpunkt, die durch diese ungewöhnliche Instrumentierung eine aparte Schönheit entwickeln.

Der Musikjournalist Oliver Hochkäppel (Süddeutsche Zeitung) äußert sich begeistert über „Henning Sieverts: Vibes & Strings“. Er schreibt:
„Das Quartett demonstriert wieder spektakulär Sieverts`Kunst, auf intellektuelle Weise zu sinnlichen Melodien zu kommen und dann zu stets spannendem, rhythmisch verzinkten Hochglanzjazz auszuformen.
Die – im übrigen in der Jazzgeschichte ziemlich einmalige – Besetzung mit Bass, Gitarre, Vibraphon und Drums inszeniert Sieverts´Gedankenspiele fast zärtlich, kann es aber auch ordentlich krachen lassen.“

Zur Besetzung von „Henning Sieverts: Vibes & Strings“:

Henning Sieverts ist mit mehr als 130 CD-Veröffentlichungen und zahlreichen Preisen (u.a. ECHO Jazz, Bayerischer Staatspreis, Neuer Deutscher Jazzpreis) einer der meistbeschäftigten Jazzbassisten und -cellisten Europas. Er unterrichtet darüber hinaus an der Musikhochschule München und arbeitet als Jazz-Moderator beim Bayerischen Rundfunk.

Tim Collins stammt aus New York und lebt seit einigen Jahren in München. „A world-class vibes player“ (CJSR-FM Radio), „Musician of fire“ (Washington Post), „Nothing less than exemplary“ (Downbeat) – das sind nur einige Lobeshymnen über den virtuosen Vibraphonisten.

Peter O`Mara stammt aus Sydney, Australien und lebt seit über 25 Jahren in München. Er spielte mit Größen wie Joe Lovano, Dave Holland, Kenny Wheeler, Charlie Mariano und Bob Mintzer. O`Mara war langjähriges Mitglied bei Klaus Doldingers „Passport“ und hat zahlreiche Lehrwerke für Jazzgitarre geschrieben, die längst zur Standardliteratur gehören.

Der mehrfach preisgekrönte Schlagzeuger Matthias Gmelin ist wegen seines einfühlsamen, geschmackvollen Spiels einer der gefragtesten Drummer der Szene. Er spielte mit Joe Chambers, Bireli Lagrene, John Ruocco, Ack van Rooyen, Johannes Enders, Marc Abrams oder Judy Niemack.

Tim Collins – Vibraphon
Peter O´Mara – Gitarre
Henning Sieverts – Bass, Komposition
Matthias Gmelin – Schlagzeug

Eintritt 20,– € , ermässigt 12,– €


Donnerstag 29.10.2020 um 20.30 Uhr

Elisabeth Lohninger Band

ALBUM RELEASE TOUR

Aufgewachsen in einem 5-Häuser-Dorf in Österreich, hatte Lohninger ihre Anfänge in Schul- und Kirchenchören. Im Alter von 6 Jahren begann sie mit ihren zwei Schwestern konzertant österreichische Volksmusik zu singen – eine Formation, die bundesweit bekannt wurde. Aber ihre musikalische Neugierde zog sie in andere Richtungen, zu klassischer Musik und Jazz. Nach Abschluss ihres Musik und Englisch Studiums in Salzburg übersiedelte sie 1994 nach New York.

Das Leben hat die Angewohnheit, scharf nach links abzudrehen, wenn man es am wenigsten erwartet. Vieles wird darüber geschrieben werden,
wie und vor allem was Künstler während der langen Quarantänemonate von 2020 kreiert haben. In dieser Hinsicht ist „Life Lines“ ein wahrhaftiges Covid Album.

Sängerin Elisabeth Lohninger schrieb es im Januar, mit einer völlig anderen Idee im Kopf. Aber dann machte das Leben das, was es am besten macht. Es drehte scharf nach links ab. Komplett in Isolation produziert, weist das Ablum dennoch eine Who-is-who Liste herausragender Musiker auf.

Fans und Presse sind sich einig: Elisabeth ist eine „Vokalakrobatin“. Sie „verzaubert das Publikum mit ihrer facettenreichen Stimme, zieht es mit ihrem unglaublichen Tonumfang, mit ihren Geschichten auch zwischen den Liedern in ihren Bann.“ Ihre Musik, obwohl verwurzelt im Jazz, läßt sich nicht kategorisieren. Musikstil dient dem Song. Ihre Lieder gehen tief.
Und für Elisabeth, das ist das Einzige, worum es in Wirklichkeit geht.

Elisabeth Lohninger – Vocals
Walter Fischbacher piano
Jan Kořínek – bass,
Ulf Stricker – drums


Donnerstag 22.10.2020 um 20.30 Uhr

Musai Quintett – Ein Kammermusik Abend

Mit dem griechischen Wort „Musai“ trägt das Quintett die neun Musen, mythologische Schutzgöttinnen der Künste, in seinem Namen. Ihre Inspiration schöpfen die Mitglieder aus dem wechselseitigen Austausch über die je individuellen musikalischen Erfahrungen und biographischen Horizonte.

Aus Rumänien stammen Anca Brasoveanu und Cristian Roibu, Marcellin Borsarello hat deutsch-französischen Wurzeln, Ehab Aboufakher aus Syrien und Nenad Uskokovic aus Serbien komplettieren das Ensemble. Getroffen haben sich die vielfältigen Wege der fünf Musikerinnen und Musiker in München, wo sie regelmäßig und in diversen Formationen mit der Bayerischen Philharmonie e.V. konzertieren.

In deren Klangkörpern führt Intendant Mark Mast seit jeher Musikerinnen und Musiker aus aller Welt zusammen, zuletzt im Rahmen einer deutschlandweiten Konzerttournee mit Konstantin Wecker.

Das interkulturelle Zusammenspiel prägt das Ensemble auf der persönlichen ebenso wie auf der musikalischen Ebene. Mit dem Klavierquintett A-Dur (op. 81) des heimatverbundenen Kosmopoliten Antonin Dvorak wird ein Werk präsentiert, das seinerseits verschiedene kulturelle Einflüsse verarbeitet.

So erklingt im zweiten Satz ein ukrainischer Volkstanz,
im schnellen dritten dann ein tschechischer im Dreivierteltakt.
Ferner stehen volkstümlich inspirierte, skandinavische Klänge in modernem Gewand aus dem „Last Leaf“ Album von den renomierten Ensemble „Danish String Quartett“ auf dem Programm.

Anca Brasoveanu – Klavier
Cristian Roibu – 1. Violine
Marcellin Borsarello – 2.Violine
Ehab Aboufakher – Viola
Nenad Uskokovic – Violoncello


Donnerstag 15.10.2020 um 20.30 Uhr

Monstein Ensmble

Landscape – Jazz trifft Klassik

Klassik und Jazz – zwei Musikgenres, die, wenn sie aufeinandertreffen eine hochemotionale und so raffinierte wie eindrückliche musikalische Allianz schließen können. Zwei Welten, deren individuelle Strukturen vordergründig eher gegenläufig sind, sich aneinander reiben, deren Charaktere auf den zweiten Blick jedoch aufs Subtilste miteinander korrespondieren, sich gegenseitig befruchten können.

Hierfür braucht es das musikalische Fingerspitzengefühl eines Künstlers, der sich beiden Welten technisch und emotional verbunden fühlt.
Als „Wanderer zwischen den Welten“ vereint der visionäre Schweizer Schlagzeuger Dimitri Monstein auf seinem Debüt-Album Landscape mit seinem 2016 gegründeten Dimitri Monstein Ensemble jene beiden musikalischen Richtungen miteinander, die ihn während seines künstlerischen Werdeganges am meisten prägten. Die Grenzen der Genres verschwimmen und lösen sich auf, Elemente von Jazz und Klassik treffen auf- und verschmelzen miteinander. Dem Schlagzeug, das im Zentrum der Darbietung steht, kommt dabei eine doppelte Rolle zu.

So ist es nicht nur Soloinstrument des Programms, sondern dient zugleich als rhythmisches Bindeglied zwischen den Mitgliedern des Ensembles, dessen Besetzung die außergewöhnliche Verbindung verschiedener musikalischer Richtungen wiederspiegelt.

Glockenspiel, Marimbaphon und Bass, Schlagzeug und Streichquartett, Klavier und Synthesizer treffen in Monsteins Eigenkompositionen aufeinander und erschaffen im Zusammenspiel individuelle, sphärisch anmutende Klangwelten, die durch ihren Reichtum an Bildern und Assoziationen nicht selten an Filmmusik erinnern. Durch den eindrucksvollen Wechsel von repetitiven Elementen und eingängigen Melodien mit intensiven musikalischen Momenten ausdrucksstarker und einzigartiger Tonfiguren und Taktarten, durch die Spannung zwischen minimalistischen, zerbrechlich leisen Passagen und treibend energetischen Grooves generiert Landscape im Sinne einer Programmmusik eine musikalische Landschaft, die dem Zuhörer den Weg in sehnsuchtsvolle Weiten und entlegene Traumwelten eröffnet, um ihn schließlich überraschend ins Hier und Jetzt zurückzuholen.

Bereits im frühen Kindesalter erlernte Dimitri Monstein das klassische Schlagzeugspielen, war Mitglied diverser Jugendsinfonieorchester und teilte bereits mit Stars wie Andrea Bocelli die Bühne.

Seine Leidenschaft für den Jazz lebt er schon seit seines Musikstudiums in Zürich und Freiburg in so renommierten Bands wie u.a. Swiss Army Big Band, Zurich Jazz Orchestra, Swiss Jazz Orchestra und Nicole Johänntgen aus. Der junge umtriebige Künstler aus der Schweiz ist einer der ganz wenigen seiner Generation, die sowohl in der Klassik, im Jazz als auch im Popsegment zuhause ist.

Auf Landscape, dem Debüt-Album mit seinem Dimitri Monstein Ensemble finden all diese Einflüsse und Inspirationen zu einem einzigen Ganzen zusammen, um berührend und mitreißend seine musikalische Geschichte zu erzählen.

Dimitri Monstein – drums
Mischa Podstransky – piano
Andreas Kühnrich – cello
Benedikt Schöneberger – bass


Donnerstag 8.10.2020

Alexa Rodrian – one hour to midnight

CD RELEASE TOUR

„Immer wieder überrascht mich die großartige Alexa Rodrian mit ihrer Leidenschaft, Energie und ihrer so unverwechselbaren Stimme. Ich würde sie als neuzeitliche Troubatrice bezeichnen – man glaubt ihr jeden Ton,
jede Regung und jedes Wort.“
Konstantin Wecker

Die zweisprachige Sängerin und Songwriterin, die nach Jahre langem New York Aufenthalt nun in Berlin lebt, ist eine vielseitige Geschichtenerzählerin. Ihre Songs erzählen unprätentiös aus dem Leben, dem eigenen und dem der anderen.

Alexa Rodrian’s Kinderschule ist der Jazz, den sie mal mehr und mal weniger im Gepäck trägt. Mit ihren kongenialen Musikern bewegt sie sich spielerisch zwischen verschiedenen Stilen und Stimmungen hin und her.
Singend, sprechend und immer wieder auch spontan improvisierend nimmt sie ihr Publikum mit auf eine intensive und spannende Reise.
Ein wahrer Genuss für Auge und Ohr.

Auf dieser Tour stellt mit ihrem Partner Jens Fischer Rodrian ihr neues, von der Presse höchst gepriesenes Album „one hour to midnight“ Enja Records vor.

Münchener Merkur:
Der Star des Albums aber ist das Konzept:
13 Duette mit ebenso vielen Instrumenten – von Harfe bis Posaune, Cello bis Bassklarinette – gespielt von elf verschiedenen Partnern. So entsteht ein wunderbar intimes, abwechslungsreiches, selbstbewusstes Porträt der vielen Facetten einer „Troubatrice“

Alexa Rodrian – Vocals
Jens Fischer Rodrian – Gitarre, Drums & Loops